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Gründer vernetzen

Gründernetzwerke bringen Gründerinnen und Gründer untereinander zusammen. Sie vernetzen sie aber auch mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sowie Unterstützern vor Ort. So wird ein für Gründungen freundliches Umfeld geschaffen - das sogenannte Gründerökosystem.

Solche Netzwerke zu entwickeln und zu stärken ist Ziel des Modellvorhabens „Best Practice Gründerökosysteme in den neuen Bundesländern“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Gefördert werden insgesamt zwölf Initiativen. Zwei davon aus Brandenburg.

Das Gründungszentrum der Europauniversität Viadrina in Frankfurt (Oder) hatte einen Antrag mit dem Titel „Gründerökosystem an der Innovationsachse Spree-Oder“ eingereicht. Der mit Mitteln der brandenburgischen Existenzgründungsrichtlinie geförderte Gründungsservice der Hochschule erreichte bereits 2015 und 2018 den ersten Platz im Hochschulranking „Ideenschmiede“ des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg. Im nun eingereichten Modellprojekt sollen unter anderem die Rahmenbedingungen, Ansprüche und Wünsche der Gründerinnen und Gründer in der Region erhoben und ein noch gründerfreundlicheres Umfeld gestaltet werden. 

Zweiter erfolgreicher Antragsteller ist der Verein „Puls“ aus Kolkwitz mit dem Projekt „Gründerökosystem Lausitz“. Puls ist mit dem Gründungszentrum „Zukunft Lausitz“ seit vielen Jahren für den regionalen Lotsendienst der Stadt Cottbus sowie die Gründungswerkstatt für junge Leute im IHK-Bezirk Südbrandenburg verantwortlich und begleitete inzwischen fast 500 erfolgreiche Gründungen. Geplant sind StartupCamps in der gesamten Lausitz und der Aufbau einer Datenbank von Gründungsaktivitäten mit Lausitzer Akteuren. Zudem will der Verein mit einem StartupMobil lausitzweit für das Thema Gründungen sensibilisieren.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach gratulierte den beiden beim Bundesförderaufruf erfolgreichen märkischen Projekten. „Brandenburg ist ein Gründerland. Mit seiner Selbstständigenquote hat es seit Jahren in Ostdeutschland die Nase vorn. Gründungszentren leisten hierzu mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag“, sagte der Minister. Das sei in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation wichtiger denn je. „Es freut mich besonders, dass eines der Projekte aus der Lausitz kommt. Das hilft bei der Strukturentwicklung.“ 

MWE/IHK OBB 11|2020

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