©Deutsche Bahn AG/Wolfgang Klee

Mehr Ladung, weniger Züge

DB Cargo hat mit ArcelorMittal, dem weltgrößten Stahlhersteller sowie größten Stahlproduzenten Europas, einen Zehn-Jahres-Vertrag für die Versorgung des Hochofens in Eisenhüttenstadt abgeschlossen.

Dafür investiert die DB Cargo in mehr als 350 neue Waggons und 1400 Spezialbehälter. Außerdem errichtet DB Cargo in Zusammenarbeit mit der Firma Innofreight zwei teilautomatisierte Entladeanlagen inklusive Entstaubung in Eisenhüttenstadt und wird diese selbst betreiben.

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt wird nach Fertigstellung der Anlage und Start der neuen Technologie im Sommer 2021 über eine der modernsten Rohstofflogistiken Europas verfügen. „Mit dem Einsatz spezieller, auf die unterschiedlichen Eigenschaften von Erz, Koks und Kalkstein optimierter Behältertypen können wir die Nettozuladung je Zug um rund 20 Prozent steigern und benötigen dadurch deutlich weniger Züge. Das schont die Umwelt und reduziert unseren Rangieraufwand im Werk. Zudem bietet die automatisierte Entladung den Mitarbeitern einen staubarmen und lärmgeschützten Arbeitsplatz. Damit setzen wir neue Maßstäbe hinsichtlich Effizienz, Umweltschutz und Arbeitssicherheit“ sagt Sybille Klipstein, Lead Buyer Rail bei ArcelorMittal.

Bürgermeister Frank Balzer begrüßt die Investition des Tochterunternehmens der Deutschen Bahn, DB Cargo, in Eisenhüttenstadt und äußert, „dass damit ein gewisser Standortnachteil aufgrund höherer Transport- und Umschlagkostenkosten in den kommenden Jahren für ArcelorMittal Eisenhüttenstadt reduziert werden könnte“

Seit Jahrzehnten ist die Bahn für ArcelorMittal Eisenhüttenstadt der wichtigste Verkehrsträger. Gegenwärtig werden 95 % der Rohstofftransporte zum Standort über die Schiene realisiert. Täglich sind dies sechs Züge mit etwa 200 Waggons, davon bis zu vier Züge über die deutsch-polnische Grenze.
 

ArcelorMittal/IHK OBB | 11/2020

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