Brücke der Ostbahn über die Oder
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Schneller von Berlin nach Gorzow

Ein mächtiges Zeichen in Richtung Landes- und Bundesregierung: Im ehemaligen Kulturhaus der Eisenbahner gründete sich die Interessengemeinschaft Ostbahn. Unter den Mitgliedern sind der Landkreis Märkisch-Oderland, Rehfelde, die IHK Berlin, die Euroregion Viadrina, Neuenhagen bei Berlin, die Regionale Planungsgemeinschaft Oderland, Hoppegarten, Petershagen-Eggersdorf, Strausberg, Müncheberg, Vierlinden, Gusow-Platkow, Seelow, Golzow, Letschin. Die Anrainer eint der Wunsch und Wille zum Ausbau der Linie Berlin – Küstrin – Gorzow. Diese soll durchgängig elektrifiziert, zweigleisig und halbstündlich bedient werden. Unter den 50 Teilnehmern waren auch der Vizemarschall des Woiwodschaft Lebuskie Tadeusz Jedrzejczak und die Vize-Landrätin des Landkreises Gorzów Małgorzata Ludniewska, Staatssekretär Rainer Genilke aus dem Infrastrukturministerium. 

„Wir fordern die Länder Berlin und Brandenburg auf, bei der Planung zum Ausbau der Strecke in finanzielle Vorleistung zu gehen und das Vorhaben so zu beschleunigen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Gundolf Schülke. Er lobte die polnischen Nachbarn: „In der Woiwodschaft Lubuskie ist der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke bereits geplant.” Dass die DB-Netz AG im Auftrag des Bundes den Bau der Brücke über die Oder vorantreibe, sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Bedenklich sei auch, dass der neue Flughafen BER bisher keine direkte Bahnverbindung nach Ostbrandenburg oder Polen habe. Ebenso wird die Ansiedlung der Tesla-Fabrik mehr Güter- und Personenverkehr in die Region bringen. Die Region östlich Berlins wäre weitaus attraktiver, wenn die Ostbahn bis zum BER oder zumindest bis zum Berliner Hauptbahnhof reichen würde. Gute Infrastruktur ermögliche Entwicklung und Ansiedlung. 

IHK OBB | 09/2020

 

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